Android 4.0 Ice Cream Sandwich – Neis (Neues)

Letzte Woche hat Google zusammen mit Samsung neben dem Google-Smartphone Samsung Galaxy Nexus auch sein neues Betriebssystem Android 4.0 vorgestellt. Künftig wird es nur noch eine Android-Version für Smartphones und Tablets geben. Google Android 4.0 erinnert optisch stark an das Tablet-System Honeycomb und bietet eine Menge Verbesserungen und neue Features. Die Wichtigsten habe ich hier für Interessierte zusammengetragen.

Neue Oberfläche – sehr schick

Der erste Blick offenbart den Verzicht auf Hardware-Tasten. Wie von Honeycomb bekannt, navigiert man über die Bedienelemente Zurück, Home und die kürzlich verwendeten Apps. Diese werden dauerhaft auf dem Bildschirm angezeigt oder ausgeblendet um die App im Vollbild-Modus zu nutzen.

  • Neu ist die Schriftart in Roboto, die auf HD-Displays sehr frisch und modern wirkt.
  • Applikationen lassen sich auf dem Startscreen wie bei iOS in Ordnern zusammenfassen.
  • Damit Sie auf dem Startscreen stetig über Neuigkeiten informiert werden, können dort Widgets für Live-Anzeigen wie Social-Media-Streams oder Wetter-Vorhersagen abgelegt werden. Um mehr Inhalt zu zeigen, sind diese Widgets in der Größe anpassbar.

Ice Cream Sandwich – Multitasking

Mit “kürzlich verwendete Apps” werden Anwendungen  übersichtlich mit kleinen Vorschau-Bildern aufgelistet und man kann schnell von einer App zur nächsten wechseln.

Benachrichtigungen

Die Benachrichtigungsleiste am oberen Bildschirmrand wurde überarbeitet und zeigt sämtliche Nachrichten an – der Clou, auch z.B. mit E-Mail-Betreffzeile.

Texteingabe und Sprachfunktion

Durch die neue virtuelle Tastatur wurde die Texteingabe jetzt schneller und präziser. Das installierte Wörterbuch beinhaltet mehr Auswahl und auch die Wortkorrektur wurde überarbeitet. Zu den wesentlichen Neuerungen zählt eine Rechtschreibprüfung, die falsch geschriebenen Wörter unterstreicht und automatisch Verbesserungen vorschlägt. Mit der Sprachsteuerung lassen sich Text einfach diktieren wie es derzeit bei iOS 5 mit “Siri” schon möglich ist.

Lock Screen und Gesichtserkennung

Mit dem neuen Lock Screen ist es möglich, die Kamera sofort zu starten, ohne vorher den Bildschirm zu entsperren. Außerdem lässt sich die Benachrichtigungsleiste im Sperrbildschirm herunterziehen um so schneller Nachrichten zu sehen.
Mit der neuen Gesichtserkennung ist es möglich, das eigene Gerät mit seinem Gesicht zu schützen, wenn man seine Gesichtsmerkmale zuvor abgespeichert hat. Stimmen die Merkmale überein, wird das Gerät entsperrt. Darauf bin ich echt mal gespannt. Was machen wohl die Hollywood Beautys nach einer Botox Party. Taxi rufen geht nicht mehr. “Sie haben keine Berechtigung” .  Alternativ geht aber auch der gewohnte PIN-Code.

Kamera und neue Sreenshot Funktion

Mit Android 4.0 kommen viele neue Kamera-Features. Um beispielsweise eine Person bestmöglich abzulichten, kann sie in einen Posen-Rahmen positioniert werden. Auch kann während einer Videoaufnahme ein Schnappschuss gemacht werden, indem der Bildschirm kurz angetippt wird. Weiterhin wurden der Autofokus und die Bildstabilisierung überarbeitet, um noch schnelleres Auslösen zu garantieren. Ein Panorama-Modus ist auch mit an Bord. Die Bilder-Galerie enthält ein Bearbeitungsprogramm, um aus aufgenommenen Bildern das Beste herauszuholen. Nun ist mit Android 4.0 endlich auch eine Screenshot-Funktion verfügbar. Ausgelöst wird ein Bildschirmfoto über das gleichzeitige Drücken der Power- und der Minus-Lautstärketaste.

Internet Browser und Datenvolumen

Der neue Android-Browser lässt sich mit Google Chrome synchronisieren, damit alle Einstellungen vom PC auch auf dem mobilen Gerät verfügbar sind. Statt der mobilen Ansicht von Webseiten lassen sich alle Seiten als Desktop-Version anzeigen. Für schnelles und flüssiges Arbeiten stehen bis zu 16 Tabs zur Verfügung. Ist eine Seite besonders interessant, kann Sie abgespeichert und offline gelesen werden. Auch wurde die Render-Geschwindigkeit von Webseiten verbessert, wodurch der neue Browser um ein Vielfaches leistungsfähiger ist als bei Android 2.3.

Mit der Einstellungs-App für das Datenvolumen gibts volle Kontrolle über die Menge der verbrauchten Daten. Das ist vor allem wichtig, wenn der Mobilfunk-Vertrag keine Datenflat hat. Der Datenverbrauch wird zur bessere Übersicht in einem farblichen Diagramm dargestellt. Zudem können für bestimmte Anwendungen maximale Datenvolumen eingestellt werden. Ist die Grenze erreicht, schaltet die Internet-Verbindung automatisch ab.

Datenaustausch über Android Beam mit NFC und Wifi Direct

Durch die Funktion Android Beam lassen sich ganz einfach Webseiten, Apps, Bilder, Videos und vieles mehr auf andere Geräte übertragen. Voraussetzung: Beide Geräte müssen NFC (Near Field Communication) unterstützen und mit Android 4.0 oder höher ausgestattet sein. Für den Datenaustausch werden beide Geräte einfach aneinander gehalten. Gibts ja schon – heißt” Hocker” (im Android Market).

Eine andere Möglichkeit zwei Geräte zu koppeln ist Wifi Direct. Beide Geräte lassen sich so über WLAN vernetzen, ohne dass dazu eine Internet-Anbindung notwendig ist. Nicht nur Smartphones und Tablets können untereinander verbunden werden. Über Wifi Direct ist es möglich, eine Verbindung zu einem Drucker oder ähnlichen Geräten aufzubauen.

So, ist etwas länger geworden und es sind nur die wichtigsten Neuerungen. Ihr könnt die ganze Präse aber auch im folgenden Video anschauen und damit einen noch umfangreicheren Einblick bekommen.

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