Bestehende E-Mail-Adressen in Google Mail einbinden

Was bisher geschah:

Outlook E-Mails immer und überall verfügbar – Einleitung 

Google Mail – Konto einrichten

Google-Konto in Outlook-Umgebung einbinden

Ihr habt eine neue universelle E-Mail Adresse erstellt, wollt aber auch die alte Adresse oder alle weiteren E-Mail Adressen behalten. Clever ist es ja, mehrere Adressen (zumindest zwei) zu benutzen, um so weniger Spam und Werbung zu bekommen. Wie gehen wir vor?
Es gibt zwei Möglichkeiten:

Möglichkeit 1.
Ihr richtet eine Weiterleitung auf eurer alten E-Mail Adresse ein. In den Einstellungen eures Dienstes ist diese Möglichkeit zumeist über Filterregeln gegeben. So könnte man z.B. eine Regel erstellen, dass alle Mails, die von Absendern in eurem Adressbuch kommen, weitergeleitet werden. Sonst nix. Ein Nachteil ist, dass das Ganze zumindest sporadisch überwacht werden muss, weil alle Mails ja im Postfach bleiben und ganz schnell die Kapazität des Posteingangs erschöpft ist.

Möglichkeit 2.
Euer Google-Konto ist in der Lage , E-Mails automatisch von anderen E-Mail-Konten abzurufen. So gelangen schließlich alle Nachrichten ins Universalkonto, auch wenn sie an eine der bisherigen E-Mail-Adressen gerichtet sind.

Die automatische Abholung wird über das Web-Interface des Google-Kontos eingerichtet:

  1. Dafür oben rechts auf das Zahnradsymbol klicken und E-Mail-Einstellungen auswählen.
  2. Nun zum Register Konten und Import.
  3. Dort im Bereich Nachrichten über POP3 abrufen auf die Schaltfläche POP3-E-Mail-Konto hinzufügen klicken.
  4. Per Assistent könnt ihr hier die E-Mail-Adresse sowie die weiteren Zugangsdaten eines Kontos eingeben, dessen E-Mails automatisch in das universelle Google-Konto geladen werden sollen. Die entsprechenden POP-Serveradressen und -ports sollten natürlich bekannt sein (auf den Hilfe Seiten des Anbieters nachschauen). Sinnvoll ist es, im Assistenten die Kontrollkästchen Eingehende Nachrichten mit folgendem Label kennzeichnen sowie Eingehende Nachrichten archivieren (Posteingang überspringen) zu aktivieren. Durch ein Label könnt ihr Nachrichten von diesem Konto sofort identifizieren. Im Web-Interface des Google-Kontos braucht ihr nur auf das Label am linken Rand neben der E-Mail-Liste zu klicken. In Outlook werden Labels automatisch in einen Unterordner des Google-Kontos umgewandelt. Das Überspringen des Posteingangs bewirkt, dass E-Mails nicht doppelt – einmal im normalen Posteingang und einmal unter dem angegebenen Label – im Universalkonto abgelegt werden.
  5. Sobald alle Einstellungen vorgenommen sind, klick auf Konto hinzufügen.
  6. Als nächstes fragt der Konfigurationsassistent, ob Nachrichten mit der Absenderadresse des aktuellen Kontos auch gesendet werden sollen. Ja wählen und Nächster Schritt.
  7. Hier den Namen eingeben, der als Absender angezeigt werden soll, und Nächster Schritt.
  8. Als SMTP-Server solltet ihr versuchen, den Server des E-Mail Anbieters zu verwenden – sofern er dies zulässt. So wird die Adresse des externen Kontos als Absender angezeigt und nicht etwa eine Pseudoadresse wie “<Google-Adresse> im Auftrag von <Kontoadresse>”.
  9. Nach Auswahl des Provider-Servers noch die entsprechenden Zugangsdaten eingeben und den Verbindungstyp auswählen. Wenn es vom Provider unterstützt wird, wählt die SSL-Verbindung. Danach Konto hinzufügen.
  10. Google schickt automatisch eine E-Mail an das aktuelle Konto, um den rechtmäßigen Kontoinhaber zu identifizieren. Deshalb nochmal via Outlook oder via Web-Interface auf das externe Konto zugreifen, um den Bestätigungscode, den Google geschickt hat, in das aktuelle Formular des Konfigurationsassistenten zu übertragen oder – per Link in der Mail zu bestätigen.
  11. Ein Klick auf Bestätigen schließt den Konfigurationsvorgang ab.

Auf diese Weise können bis zu fünf vorhandene E-Mail-Konten im Universalkonto zusammengefasst werden.

Leider funktioniert die automatische Abholung nicht bei allen E-Mail-Adressen reibungslos. T-Online-Kunden müssen unter Umständen ein kostenpflichtiges E-Mail-Paket dazubuchen. Und bei WEB.DE-Konten kann es zwischenzeitlich zu Authentifizierungsfehlern kommen, weil die Abstände zwischen den Abholversuchen zu gering sind.

Zum Abschluss auf dem Register Konten und Import noch die Option Von derselben Adresse aus antworten, an die die Nachricht gesendet wurde (im Bereich E-Mail senden als). Damit ist sichergestellt, dass Antworten, die ihr im Web-Interface des Google-Kontos verfasst, automatisch mit der richtigen Absenderadresse versehen werden.

Weiter geht es mit der Auswahl der richtigen Absenderadresse in Outlook.

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