Es sollte ein Start in eine bessere Zukunft werden. Voller Stolz präsentierte Nokia CEO Stephen Elop gestern auf der Nokia World 2011 das “erste echte Windows Phone”.
Boah, farblich eins für Mann, eins für Frau, eins für Politiker. Der erste Eindruck hinterlässt ein riesengroßes Fragezeichen. Habt ihr denn nichts gelernt? Wo ist die Innovation? Wo ist ein Merkmal, das Wünsche weckt? Das wird beim zweiten Eindruck dann an den technischen Daten deutlich:
Das Lumia 800 ist aus Plastik und hat ein 3,7 Zoll großes Amoled-Touchscreen mit einer Auflösung von 480 x 800 Pixeln in Clearback-Technik. Somit soll sich das Display auch unter Sonnenlicht gut ablesen lassen. Unterhalb des Displays sind obligatorisch die drei typischen Windows-Phone-Tasten. Für Foto- und Videoaufnahmen hat das Lumia 800 eine 8 Megapixel Kamera mit Autofokus, LED-Licht und Carl-Zeiss Optik. Der Snapdragon-Prozessor von Qualcomm liefert eine Taktrate von 1,4 GHz. Dual Core Prozessoren erlaubt Microsofts Smartphone-Plattform nicht. Der RAM-Speicher ist 512 MByte (??? wir haben 2011)) groß, ihm stehen 16 GByte Flash-Speicher zur Seite. Einen Speicherkartensteckplatz gibts nicht! Das Lumia 800 funktioniert in allen vier GSM-Netzen und beherrscht GPRS, EDGE sowie HSDPA mit bis zu 14,4 MBit/s. Weiterhin gibt es WLAN nach 802.11 b/g/n sowie Bluetooth 2.1. So und jetzt höre ich auf, technische Daten vom letzten Jahr vorzutragen. Das Gewicht erwähne ich nicht mehr.
Immerhin läuft das Smartphone mit Windows Phone 7.5 aka Mango. Aber ob das reicht?
Nein, so lehnt sich ein ehemaliger Hightech Konzern gemütlich an billige, bunte Plastikware und schaut zu, wie man Zukunft gestaltet und vor allen Dingen Smarts verkauft.
Nein, Nokia hat gestern keine Innovation, kein “Killer-Feature” gezeigt. Ich erkenne keinen einzigen Grund, weshalb sich ein HTC- Samsung oder Apples iPhone Besitzer von seinem Hightechteil trennen soll, um ein Windows Phone von Nokia zu kaufen.
Und darum geht es! Quo Vadis Nokia?
