Ola, jetzt schiebe ich doch gleich noch einen Online Speicher nach, der mir gestern als Reaktion auf SkyDrive empfohlen wurde. Eine interessante Lösung aus der Heimat ist das T-Online Mediencenter.
Mit der Registrierung gibt es auch eine E-Mail Adresse von T-Online. Braucht man nicht wirklich.
Jeder Nutzer des T-Online Mediencenter erhält 25 Gigabyte kostenlosen Speicherplatz für Mediendatein und beliebige andere Formate. Das monatliche Transfervolumen ist auf 100 Gigabyte pro Monat begrenzt, wovon 30 Gigabyte/Monat für Gäste reserviert sind?
Für 2,99 Euro!!! pro Monat lässt sich der Speicherplatz um jeweils 5 Gigabyte erweitern. Ich frage mich immer wieder, was diese Einschränkungen sollen. Auch wenn 25GB in der Regel völlig ausreichend für Privatnutzer sind, der Preis für Erweiterungen ist extrem teuer und die Transfervolumen kann ich nicht nachvollziehen. Vor allen Dingen, was passiert, wenn man drüber liegt. Also ein klares NO GO!
Wie dem auch sei, was die Menge des Gratis-Speichers betrifft, kann lediglich Microsofts Windows Live SkyDrive mit dem T-Online Mediencenter mithalten.
Der Zugriff auf das Mediencenter erfolgt entweder aus dem Browser, über einen WebDAV-Zugriff oder einem speziellen Windows-Client, über Apps für iPhone, Android und Windows Mobile, über eine mobile Browserseite oder über den kostenpflichtigen T-Online-Service Entertain von ausgewählten Fernsehgeräten aus.
Medieninhalte lassen sich direkt über das Mediencenter abspielen und per Drag’n’Drop in Playlisten bzw. Kollektionen ablegen. Dateien bis zu 20 MB können direkt aus dem Mediencenter per Anhang an beliebige E-Mail-Adressen verschickt werden (der arme Empfänger). Hier sollte doch mit Links gearbeitet werden.
Interessant ist die mögliche Einbindung via WeBDAV als Laufwerksbuchstaben in das eigene Betriebssystem. Der angebotene Windows-Client arbeitet auch auf diese Weise.
Fazit:
Ich habe das T-Online Mediencenter kurz ausprobiert. Für den Dienst spricht auf jeden Fall der hohe kostenlose Speicherplatz (das limitierte Trafficvolumen irritiert mich), die vielseitigen Wege, um auf den Service zuzugreifen, sowie der wahrscheinliche Server-Standort Deutschland (für alle, die Wert darauf legen). Die moderne Benutzeroberfläche ist zweckmäßig und unkomplizert.
Eher nicht praktikabel ist das Teilen von Dateien mit anderen Usern ohne Mediencenter-Konto. Wer möchte denn eine größere Datei als E-Mail-Anhang verschicken, hier wäre ein Link in einer E-Mail wie bei anderen Diensten sinnvoller. Dateien, die 20 Megabyte überschreiten, lassen sich gar nicht “extern” teilen. Etwas umständlich ist auch der Registrierungsprozess, bei dem einem eine T-Online-Mailadresse aufgezwungen wird, mit der man sich anschließend einloggen muss. Für T-Online Kunden aber kein Problem. Leider fehlt dem T-Online Mediencenter eine Sync-Funktion, wie sie Dropbox, Sugarsync und einige andere Services bieten.
Insgesamt kann das T-Online Mediencenter aber nach einer kurzen Testphase durchaus überzeugen.


Der Beitrag war ja schnell fertig !
Vielleicht noch einige kleine Anmerkungen:
Das Teilen von Dateien mit “Nicht”-Mediacenternutzern ist durchaus möglich !
Zu diesem Zweck wird im Mediencenter unter “neuer Share” der Person, die
auf die jeweiligen Daten zugreifen soll, ein Link per E-Mail geschickt.
Dabei kann man selber festlegen, ob der Emfänger nur Leserechte hat, oder
sich per Passwort auf den freigegebenen Ordner zugreift und Schreib- und/oder
Bearbeitungsrechte erhält.
Einzige Sache, die seitens T-Online nicht ermöglicht wird, ist das Sharing von
Mediendateien, wie *.mp3. In diesem Fall muss die Datei vorher komprimiert (z.B *.zip)
werden – dann klappts auch mit dem Sharing.
Thema: Beschränktes Traffic.
Sicher, man wird erstmal stutzig, wenn mann von einer Trafficbeschränkung über 100 GB/Monat liest. Wenn ich allerding nachschaue und feststelle, dass mein Gesamttraffic bei ca. 50 GB/Monat liegt, muss ich mir darüber keine Gedanken machen !
Zu guter Letzt noch meine Meinung zur E-Mail Adresse, die man quasi dazubekommt:
Ich finde diese Anmeldeformalität äußerst praktisch, zumal ich keine herkömmliche
Adresse angeben brauche, die per Link bestätigt werden muss und unter
Umständen künftigen Spam-Attacken ausgesetzt wird.
Die Weboberfläche ist neben der Kalender- und Adressbuchfunktion komfortabel
und kann anderen Freemailern durchaus das Wasser reichen.
… und zum Schluss noch ein Wort zum Aufpreis bei größeren Speicherbedarf:
Wer mit seinem Geld nicht weiß, wie er es am Besten zum Fenster rauswirft – bitteschön !
Wem die 25 GB nicht reichen, der sollte mal die Mitglieder in seinem Haushalt zählen -
Frau, Kind, Hund, Katze, Vogel… – alle brauchen das Mediencenter !
(Die Anmeldeformalitäten sind ja hinreichend bekannt.)