Als das FBI im November letzten Jahres das DNS-Changer-Netz zerschlug, wurden Ersatzserver eingerichtet, über die die DNS-Anfragen seither korrekt abgewickelt wurden. Diese werden morgen, am 9. Juli 2012 endgültig abgeschaltet. Kurzer Rückblick: Bis November 2011 hatten pöse Puben mit der Schadsoftware DNS-Changer Anfragen infizierter Rechner abgefangen und auf andere IP-Adressen umgeleitet. Zweck der Übung war unter anderem der Diebstahl von Kreditkartendaten. Immer noch sind weltweit ca. 300.000 Rechner betroffen, bei denen morgen nun endgültig das Licht ausgeht.
Was ist ein DNS Server?
DNS (Domain Name System) Server sind praktisch das Adressbuch des gesamten Internets. Denn eigentlich sind Webseiten nicht über Adressen wie www.vonderalb.net erreichbar, sondern nur über ihre IP-Adresse -zum Beispiel einer Adresse in der Form 192.0.2.42. Da sich aber niemand das Zahlengemache merken kann, gibt es DNS-Server. Wenn eine Adresse wie www.vonderalb.net im Browser eingegeben wird, schaut ein DNS-Server, über welche IP-Adresse (also in Zahlenform) die Seite zu erreichen ist. Jede Webseite unserer Erde besteht in Wirklichkeit aus einer Zahlenkombination – vergleichbar also mit einem Telefonbuch.
Bei jedem Seitenaufruf wird die IP-Adresse im DNS Telefonbuch nachgeschlagen, deshalb sollten die DNS-Server sehr schnell sein. Bei vielen Internetprovidern ist das auch der Fall, manchmal sind die DNS-Server der Provider aber recht langsam, ist schließlich auch eine Kostenfrage.
Die DNS Server von Google sind gigantisch schnell!
In der Regel stellt Windows die DNS-Server automatisch ein, die vom Internetprovider vorgegeben werden. Wer möchte, kann diese Vorgaben aber auch ändern und die schnellen DNS Server von Google testen oder nutzen. Das geht so:
- Windows-Taste und R gleichzeitig drücken
- es erscheint der Ausführen Dialog, hier nun ncpa.cpl eingeben.
und wir sehen eine Netzwerk Übersicht.
Mit der rechten Maustaste jetzt auf die genutzte Verbindung klicken und im Kontextmenü den Eintrag “Eigenschaften” auswählen.

Jetzt den Eintrag “Internetprotokoll Version 4 (TCP/IPv4)″ doppelt anklicken oder markieren und auf “Eigenschaften” klicken.

Nun die Option “Folgende DNS-Serveradressen verwenden” auswählen und die beiden folgenden Adressen eintragen:
8.8.8.8
8.8.4.4
Änderung noch mit OK bestätigen.
Die Schritte für den Eintragt “Internetprotokoll Version 6 (TVP/IPv6)″ wiederholen und dort die folgenden Adressen eintragen:
2001:4860:4860::8888
2001:4860:4860::8844
6. Auch hier mit OK bestätigen.

Ab sofort werden die DNS-Server von Google zum Surfen genutzt. In den meisten Fällen ist auch eine deutliche Geschwindigkeitssteigerung zu bemerken.
Viel Vergnügen ab jetzt.
Wer die Einstellungen wieder rückgängig machen möchte, wählt in den jeweiligen Eigenschaften für IPv4 und IPv6 die Option “DNS-Serveradresse automatisch beziehen” und schon ist alles wieder beim Alten.

