Das Medienecho ist groß – ja, es ist soweit. Der glorifizierte Musik-Streaming-Dienst Spotify ist ab heute offiziell in Deutschland verfügbar. Eigentlich ist der Markt schon recht gesättigt, denn Musik-Flatrates gibt es heutzutage an jeder Ecke, als da wären Simfy, rdio, napster, sony u.v.a.m. Spotify hat aber auch einige Argumente, die durchaus noch Platz für diesen Dienst lassen.
Zunächst eine kurze Beschreibung.
Spotify gibt es in einer kostenlosen Version, die sich über Werbung finanziert und nach einer 6 Monate langen Testphase nur noch 10 Stunden Gratis-Streaming erlaubt. Der Stream wird auch noch mit Werbung durchsetzt. Aber wer etwas für Lau haben möchte muss das ertragen können. Es gibt auch einen Desktop-Zugang für 4,99 Euro pro Monat, der unlimitiertes Streaming sowohl ohne Werbung als auch in besserer Qualität erlaubt. Ein Premium-Zugang kostet 9,99 Euro pro Monat, der gestattet zusätzlich das Offline-Hören und die Nutzung mobiler Apps . Das umfangreiche App-Angebot hilft sicherlich bei der Entscheidung für einen Premium-Account, denn es gibt die Spotify-Programme nicht nur für Windows, Mac und Linux, sondern auch für Android, iOS, BlackBerry, Symbian, Windows Phone und webOS. Eine iPad-App fehlt bisher, die ist den rdio Nutzern vorbehalten.
Der Dienst lässt in Sachen Funktionen kaum Wünsche offen, sowohl Playlisten, als auch persönliche Radio-Sender und die Verfügbarkeit von über 16 Mio Songs machen durchaus Appetit. Dieser Umfang ist einzigartig und das einzige Argument, warum wir Spotify noch brauchen. Eigentlich hält da nur noch unser heimisches Simfy mit.
Jetzt aber die volle Pulle Wermut:
Spotify bietet auch eine tiefe Integration in soziale Dienste, sprich Facebook. Was den einen freut (jedes Stückchen Musik wird dem Freundeskreis via Timeline mitgeteilt, also keine Ausrutscher bitte), ist des anderen Leid. Die Schattenseite des Dienstes ist nämlich, dass man erstmal zwingend einen Facebook-Account benötigt, um Spotify überhaupt zu nutzen.
Befürworter der Facebook – Integration werden natürlich gleich anmerken, dass die Weitergabe der Informationen an Facebook auch abgeschaltet werden kann, aber doch bitte nicht schon wieder dieses Konfigurationsgefrickel. Wer sich über seinen Facebook Account anmelden möchte, der soll es gerne tun. Es gibt auch andere Dienste, die diese Möglichkeit bieten, aber doch nicht als ZWANG! Leider ein absolutes NO GO!!!
Wer also gerne Streaming Dienste nutzen möchte, ist bei SIMFY oder auch rdio besser aufgehoben. Die Leistungen unterscheiden sich, insbesondere bei SIMFY, nicht sonderlich.

